Um Sport, Spaß und Sozialverhalten geht es beim Kasteler Verein der Hundefreunde
04.05.2012 - KASTEL
Von Norbert Fluhr
„Wer nie einen Hund gehabt hat, der weiß nicht, was Lieben und Geliebtwerden heißt“, sinnierte einst Arthur Schopenhauer. Eine Lebensphilosophie, die die derzeit 40 Aktiven des 90 Mitglieder zählenden Vereins der Hundefreunde (VdH) Kastel 1961 im täglichen Umgang mit dem vierbeinigen sozialen Lebewesen seit Jahrzehnten verinnerlicht haben.
Rassehunde und Mischlinge gleichermaßen willkommen
Beim 2. Horst-Vetter-Pokal, der in Erinnerung an den mehrmaligen Meister im Hundesport auf dem Gelände in der Ludwig-Wolker-Straße ausgetragen wurde, unterstrichen dies die Teilnehmer auf eindrucksvolle Weise. „Rassehunde und Mischlinge sind bei uns gleichermaßen willkommen“, betont der Vorsitzende Gerhard Miehlke, der auf die Vielfalt der Hunderassen hinweist: Australien Sheppards, Neufundländer, Retriever, Border-Collies und Riesenschnauzer warten geduldig auf ihren großen Auftritt.
Unter den vierbeinigen Wettkampfkandidaten befindet sich auch ein American Staffordshire Terrier, der die Aktivitäten seiner Artgenossen auf dem Parcours friedlich zu verfolgen scheint. Dass die Pit Bulls im Bewusstsein der Bevölkerung Angst auslösen, dem weiß Miehlke argumentativ zu begegnen: Die sogenannten Kampfhunde müssen sich einer Wesensprüfung unterziehen. Tiere, die am Turnier teilnehmen, müssen nicht nur vorher geimpft werden, auch der Nachweis einer Hundebegleitprüfung muss vorliegen. Dies beinhaltet Gehorsamkeit und ein spezielles Sozialtraining der Vierbeiner, um keine falschen Erwartungen bei den Hundehaltern aufkommen zu lassen.
Unter diesen Voraussetzungen ermögliche der „Spaß am Sport mit dem Hund“ eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, erklärt Miehlke.
Sieben qualifizierte Übungsleiter stehen dem Verein zur Verfügung. 27 Teilnehmer nehmen am Vierkampf teil, der aus den Disziplinen Gehorsamkeit, Hürdenlauf, Slalom und Hindernis besteht. Außerdem stehen noch ein 2 000-Meter und ein 500-Meter-Lauf auf dem Programm. Insgesamt 13 Mannschaften traten anschließend beim „Shorty“-Wettbewerb und beim Combinations-Speed-Cup (CSC) an. Während beim „Shorty“ mit zwei Hunden gleichzeitig ins Rennen gegangen wird, steht die „Leichtathletik mit dem Hund“ beim CSC verstärkt im Fokus. Hier gilt es an verschiedenen Sektionen Aufgaben zu bewältigen: Ein besonderes Wettkampferlebnis für Mensch und Tier.
Bei alledem steht aber die Freude des Vierbeiners im Mittelpunkt des sportlichen Geschehens, auch wenn zuweilen der animalische Teilnehmer ein Hindernis verweigert und dafür mit Strafsekunden belegt wird.




